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Risikodiagnostik bei Lungenkrebs

9. November 2011. Jährliche Röntgenaufnahmen des Brustkorbs führen nicht zur frühen Erkennung des Lungenkrebs (Journal oft he American Medical Association Bd. 306, S.1865, 2011). Sie belasten den Patienten ohne therapeutische Konsequenz. Anders als bei anderen Krebsarten gibt es bisher für den Lungenkrebs keine geeignete Früherkennungsuntersuchung. Lungenkrebs verursacht im frühen Stadium nur selten Beschwerden. Erst Husten und Blut im Auswurf, erschwerte Atemtätigkeit, Schmerzen im im Bereich des Brustkorbs und pfeifende Atemgeräusche können auf eine fortgeschrittene Lungenkrebserkrankung hinweisen.

Für die Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkrebs stehen die chirurgische und die Arzneimitteltherapie als zielgerichtete Therapien zur Verfügung. Die beiden Wirkstoffe Erlotinib und Gefitinib werden mit einer vorgeschriebenen therapiebegleitenden Diagnostik eingesetzt. Nur wenn eine Überexprimierung  des epidermalen Wachstumsfaktors (EGFR) nachgewiesen wird, können die Wirkstoffe
mit Aussicht auf Therapieerfolg eingesetzt werden. Strahlen- und Chemotherapie haben, da sie immer auch auf gesunde Körperzellen einwirken, meist schwerwiegende Nebenwirkungen. Die Lebensqualität der Patienten ist erheblich eingeschränkt.

Jährlich treten etwa 50000 Neuerkrankungen in Deutschland auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

duessel@hf-initiatve.org

Letzte Änderung:09.11.2011